Japanisch für Reisende: Die 20 wichtigsten Sätze
Aktualisiert: 31. August 2026 | Lesezeit: 8 Minuten
Englische Beschilderung gibt es an Tokios großen Bahnhöfen, an Flughäfen und in Hotellobbys. Sobald Sie diese Wege verlassen, etwa in ein Izakaya im Wohnviertel, einen normalen Supermarkt oder an die Rezeption eines Ryokan, ist sie verschwunden. Genau dafür sind diese 20 wichtigen japanischen Sätze für die Reise da: 6 Situationen, echte Ausdrücke für den Konbini, den Bahnsteig und die Ramen-Theke. Lernen Sie sie vor der Abreise, und aus peinlichen Momenten werden etwas weniger peinliche, aber immer noch peinliche Momente.
Auf dieser Seite
1. Warum einfache japanische Sätze lernen? 2. Die absoluten Grundlagen: Begrüßungen 3. Höflichkeit: Die wichtigsten Ausdrücke 4. Einkaufen und Essen gehen 5. Unterwegs und Orientierung 6. Nützliche Extras und Notfälle 7. Mehr als Sätze: So lernen Sie weiter 8. Häufig gestellte Fragen1. Warum einfache japanische Sätze lernen?
Die meisten Japaner, denen Sie als Tourist begegnen, sind wirklich geduldig. Trotzdem merkt man deutlich den Unterschied zwischen Besuchern, die sich ein paar Wörter eingeprägt haben, und solchen, die es gar nicht erst versucht haben. Niemand erwartet, dass Sie fließend sprechen. Ein gestammeltes sumimasen, während Sie die Fahrkartensperre blockieren, ist immer noch viel besser als ein leerer Blick und ein Schulterzucken.
Diese 20 Sätze decken die Situationen ab, die auf praktisch jeder Reise vorkommen: Essen bestellen, nach dem Weg fragen, bezahlen und sich höflich aus Gesprächen zurückziehen, bei denen Sie längst nicht mehr mitkommen. Fließend werden Sie damit nicht, aber Sie sind als Tourist spürbar weniger ratlos.
2. Die absoluten Grundlagen: Begrüßungen
Fangen Sie hier an. Bei Begrüßungen kann wenig schiefgehen, sie sind leicht zu üben, und wer einen kleinen Laden mit einem konnichiwa betritt, statt wortlos an anderen vorbeizugreifen, schafft eine völlig andere Stimmung für alles, was danach kommt.
- こんにちはKonnichiwaHallo / Guten Tag
Der alltägliche Gruß. Passt vom späten Vormittag bis zum frühen Abend, also ungefähr in den Stunden, in denen Sie tatsächlich unterwegs sind.
- おはようございますOhayou GozaimasuGuten Morgen
Verwenden Sie es bis etwa 10:30 Uhr, also genau dann, wenn Sie sich zum Frühstück im Hotel schleppen. Bei Freunden oder Menschen, mit denen Sie vertraut sind, lassen Sie das gozaimasu weg.
- こんばんはKombanwaGuten Abend
Ab Sonnenuntergang wechseln Sie zu diesem Gruß. In japanischen Städten werden Sie ihn oft brauchen, denn die meisten guten Lokale haben bis spät geöffnet.
- はい / いいえHai / IieJa / Nein
Einfacher geht es kaum, aber gut zu wissen: hai bedeutet nicht immer „ja“ im westlichen Sinn. Es kann auch einfach „ich höre zu“ oder „sprechen Sie weiter“ heißen. Wundern Sie sich nicht, wenn jemand schnell hai hai hai sagt und weitergeht. Praktischerweise lassen sich viele Abläufe im Hotel, im Restaurant oder im Museum voranbringen, indem Sie einfach „Hai“ sagen, wenn Ihr Gegenüber aufhört zu sprechen und darauf wartet, dass Sie etwas tun.
Sollten Sie vor der Reise Hiragana und Katakana lernen?
Wenn Sie nur noch eine Woche bis zum Abflug haben, sollten Sie Katakana den Vorzug geben. Diese Schrift wird für Lehnwörter aus anderen Sprachen verwendet, und dadurch wird ein überraschend großer Teil der Speisekarte auf einmal lesbar. ビール (bīru) ist Bier. コーヒー (kōhī) ist Kaffee. Sie verstehen das Prinzip. Beide Schriften haben je 46 Zeichen, und die meisten Menschen schaffen sie mit einer Woche regelmäßiger Übung.
Wenn Sie sie lernen möchten, achten Sie auf ein Tool, das Folgendes bietet:
- Audio von Muttersprachlern: Sie hören, wie jedes Zeichen wirklich klingt (die lateinische Umschrift kann in die Irre führen)
- Gezielte Übungen: Sie üben einzelne Zeilen der Kana-Tabelle, statt alle 46 Zeichen auf einmal vorgesetzt zu bekommen
- Tempotraining: Erkennen unter Zeitdruck macht das Lesen automatisch, und genau das brauchen Sie im Restaurant
- Fortschrittsanzeige: Damit Sie wissen, welche Zeichen Ihnen noch Probleme machen
Unsere Kana Challenge ist genau dafür gebaut: interaktive Quizze mit Aussprache-Feedback in Echtzeit. Wenn Sie strukturierter vorgehen möchten, lesen Sie auch unseren ausführlichen Leitfaden zum Kana-Lernen (auf Englisch).
3. Höflichkeit: Die wichtigsten Ausdrücke
Wenn Sie vor dem Abflug nur einen Abschnitt lernen, dann diesen. Mit zwei oder drei dieser Ausdrücke bestreiten Sie einen fast schon peinlich großen Teil Ihrer täglichen Begegnungen in Japan.
- ありがとうございますArigatou GozaimasuDanke (höflich)
Sagen Sie es ständig: nach dem Essen, wenn man Ihnen an der Kasse das Wechselgeld gibt, wenn jemand zur Seite tritt, um Sie vorbeizulassen. Als ausländischer Gast können Sie es damit praktisch nicht übertreiben.
- すみませんSumimasenEntschuldigung / Tut mir leid / Danke
Das nützlichste Wort der ganzen Liste. Es übernimmt die Aufgabe von drei verschiedenen deutschen Ausdrücken, Sie können also in fast jeder leicht unangenehmen Situation darauf zurückgreifen. Mehr dazu im Kasten unten.
- お願いしますOnegaishimasuBitte (wenn Sie um etwas bitten)
Das höfliche „bitte“, das Sie an einen Wunsch anhängen. Zeigen Sie auf ein Gericht auf der Karte und sagen Sie onegaishimasu: Das ist bereits eine vollständige Bestellung. Funktioniert überall, wo Sie jemanden bitten, etwas für Sie zu tun.
- ごめんなさいGomen nasaiEs tut mir leid
Eine echte Entschuldigung, gewichtiger als sumimasen. Heben Sie sie für Situationen auf, in denen Sie tatsächlich etwas angerichtet haben, etwa wenn Sie jemandem das Getränk umgestoßen haben oder jemandem auf den Fuß getreten sind. Für einen Rempler im vollen Zug reicht sumimasen.
Warum Sie Sumimasen zuerst lernen sollten
Ein Wort, drei Aufgaben. Genau das brauchen Sie, wenn Sie müde und mit Jetlag in einem vollen Izakaya stehen und jemanden auf sich aufmerksam machen wollen:
- Aufmerksamkeit bekommen: Hand heben, Blickkontakt suchen, sumimasen sagen. So rufen Sie die Bedienung oder machen das Verkaufspersonal auf sich aufmerksam, ohne hilflos herumzustehen.
- Sich entschuldigen: Im vollen Zug jemanden angerempelt? Ein kurzes sumimasen, und die Sache ist erledigt, lange Erklärungen sind nicht nötig.
- Kleiner Dank: Wenn sich jemand ein wenig Mühe für Sie macht (die Tür aufhält, Ihnen den Weg erklärt), drückt sumimasen dieses höfliche „Entschuldigen Sie die Umstände“ aus, oft gefolgt von arigatou.

4. Einkaufen und Essen gehen
Etwas, das Ihnen das Leben erleichtert: Die meisten japanischen Restaurants haben Speisekarten mit Fotos, Plastikmodelle der Gerichte im Schaufenster oder beides. Allein mit Zeigen kommen Sie schon ziemlich weit. Mit den folgenden Ausdrücken sind Sie wirklich gut gerüstet.
- これをくださいKore o kudasaiDas hier, bitte
Zeigen Sie auf das, was Sie möchten (auf der Speisekarte, in der Vitrine, auf dem Nachbartisch), und sagen Sie diesen Satz. Das war's. So läuft die Bestellung bei 80 % Ihrer Mahlzeiten ab.
- いくらですか?Ikura desu ka?Was kostet das?
Praktisch auf Märkten oder in kleineren Läden, in denen keine Preise ausgeschildert sind. Meist zeigt man Ihnen den Betrag einfach auf einem Taschenrechner oder dem Handy. Selbst wenn die Antwort schnell gesprochen wird, sehen Sie also die Zahl.
- お会計をお願いしますO-kaikei o onegaishimasuDie Rechnung, bitte
Im Izakaya und in vielen Restaurants mit Bedienung am Tisch kommt die Rechnung nicht von allein, Sie müssen danach fragen. Sie können auch die Zeigefinger zu einem X kreuzen, das versteht jeder. Beides funktioniert. Wer wenigstens eine der beiden Methoden kennt, sitzt nicht ewig da und fragt sich, ob man ihn vergessen hat.
- おいしいですOishii desuSehr lecker
Sagen Sie das am Ende des Essens und achten Sie auf die Reaktion. Köche und Personal in kleinen Restaurants freuen sich wirklich darüber. Lassen Sie es nicht aus.
- ごちそうさまでしたGochisousama deshitaDanke für das Essen
Diesen feststehenden Ausdruck sagen Sie beim Verlassen des Restaurants. Damit bedanken Sie sich für die Mahlzeit, und zwar nicht nur für das Essen selbst, sondern auch für die Mühe der Zubereitung. Er klingt förmlich, ist aber selbst im kleinsten Ramen-Laden völlig normal. Die meisten Reisenden lassen ihn weg, die meisten japanischen Gäste nicht. Wann und wie er verwendet wird, erklärt der offizielle Etikette-Leitfaden der japanischen Tourismusbehörde (auf Englisch).

6. Nützliche Extras und Notfälle
Für die Momente, in denen etwas schiefgeht, und das wird es, zumindest ab und zu. Jemand antwortet auf Ihre Frage mit einem ganzen Absatz Japanisch. Eine Verkäuferin erklärt Ihnen etwas, dem Sie nicht folgen können. Sie brauchen einen Ausweg, und genau das sind diese Ausdrücke.
- わかりませんWakarimasenIch verstehe nicht
Wenn jemand in rasantem Japanisch antwortet und Sie den Faden komplett verloren haben. Das ehrlich zu sagen ist viel besser, als zu nicken und auf das Beste zu hoffen. So landen Reisende im falschen Zug.
- 英語を話せますか?Eigo o hanasemasu ka?Sprechen Sie Englisch?
Fragen Sie das lieber, bevor Sie einfach auf Englisch loslegen. In touristischen Gegenden ist oft jemand in der Nähe, der helfen kann. Eine lockerere Variante, die ebenfalls funktioniert: Eigo, daijoubu? (Ist Englisch okay?)
- もう一度お願いしますMou ichido onegaishimasuNoch einmal, bitte
Wenn Sie es fast verstanden haben: Das meiste ist angekommen, aber Sie brauchen noch einen Durchgang. Die meisten Menschen sprechen langsamer, wenn Sie darum bitten. Kombinieren Sie es mit yukkuri (langsam), wenn es wirklich deutlich langsamer sein soll: mou ichido, yukkuri onegaishimasu.
- 大丈夫ですDaijoubu desuAlles gut / Mir geht es gut / Nein, danke
Ein überraschend nützlicher Allrounder. Er deckt gleich drei Bedeutungen ab: „mir geht es gut“, „alles in Ordnung“ und ein höfliches „nein, danke“. Wenn Sie im Konbini an der Kasse gefragt werden, ob Sie eine Tüte möchten, und Sie keine brauchen, erledigt daijoubu desu das ohne Umstände.
7. Mehr als Sätze: So lernen Sie weiter
Die ehrliche Grenze jeder Liste von Sätzen: Sie lernen, Dinge zu sagen, aber wenn Sie die Antwort nicht verstehen, kommen Sie trotzdem nicht weiter. Fragen Sie jemanden doko desu ka?, bekommen Sie womöglich einen ganzen Absatz Wegbeschreibung zurück. Lächeln, wakarimasen sagen und Google Maps öffnen.
Wenn Sie mehr von dem verstehen möchten, was man zu Ihnen sagt, statt nur Sätze aufzusagen, fehlt Ihnen das Hörverständnis. Das entsteht nur durch regelmäßigen Kontakt mit gesprochenem Japanisch. Mitlesen beim Zuhören ist einer der effizienteren Wege dorthin, weil Ihr Gehirn dabei Klang und Bedeutung gleichzeitig verknüpft, statt beides als getrennte Aufgaben zu behandeln.
Was ein Lese-Tool wirklich nützlich macht
Viele Japanisch-Apps setzen auf repetitive Übungen, die schnell langweilig werden. Wenn Sie vor der Reise Zeit investieren möchten, suchen Sie etwas, das regelmäßig neuen Stoff bietet:
- Regelmäßig neue Inhalte: Wer immer dieselben zwanzig Sätze paukt, baut keinen Wortschatz auf. Echte Artikel mit wechselnden Themen schon.
- Nachschlagen per Antippen: Wer zum Nachschlagen die App wechseln muss, verliert den Faden. Mit Nachschlagen direkt im Text lesen Sie weiter, statt ständig umzuschalten.
- Audiowiedergabe: Wenn Sie die Wörter beim Lesen hören, verinnerlichen Sie die Aussprache und trainieren gleichzeitig Ihr Gehör.
YoMoo ist genau um diese Funktionen herum gebaut: tägliche japanische Artikel mit Sprachausgabe und sofortigem Nachschlagen, sinnvoll schon in Einheiten von 10 bis 15 Minuten. Ebenfalls lesenswert (auf Englisch): wie immersives Lesen funktioniert und Wortschatz aus dem Kontext aufbauen.
Kurz gesagt
Vor der Reise werden Sie nicht fließend Japanisch lernen, und das müssen Sie auch nicht. Wenn Sie arigatou gozaimasu und sumimasen sicher beherrschen, sind Sie den meisten ausländischen Besuchern schon voraus. Nehmen Sie noch eine Handvoll der Ausdrücke von oben dazu, und Sie kommen im Alltag mit deutlich weniger Stolpern zurecht. Manchmal trotzdem peinlich? Wahrscheinlich. Aber spürbar seltener.
Die Reihe „Wichtige Sätze“ entdecken
Diese Sätze decken allgemeine Situationen ab. Zug, Hotel und Restaurant haben jeweils ihr eigenes Vokabular, das Sie kennen sollten, bevor Sie in der Schlange am Fahrkartenschalter stehen und nicht wissen, was Sie sagen sollen. Hier geht es weiter:



